Zu früh erwachsen: Wenn Kinder Verantwortung für ihre Eltern übernehmen
Hast du als Kind mehr für deine Eltern da sein müssen, als selbst gehalten und versorgt zu werden - emotional, praktisch oder gedanklich?
Hast du früh gelernt, Stimmungen wahrzunehmen, Spannungen auszugleichen oder zwischen Konflikten zu vermitteln und dabei Verantwortung für die Gefühle deiner Eltern zu übernehmen?
Diese Form der Rollenverwirrung zwischen Kind und Elternteil wird als Parentifizierung bezeichnet. Sie beschreibt eine Dynamik, in der Kinder Aufgaben und Verantwortungen übernehmen, um für ihre Eltern oder Geschwister zu sorgen, obwohl sie selbst eigentlich Zuwendung, Unterstützung und Geborgenheit bräuchten (Dariotis et al., 2023).
Dieser Artikel beleuchtet Parentifizierung in der frühen Kindheit aus einer trauma-informierten Perspektive. Er beschreibt wie diese frühen Beziehungserfahrungen unser Nervensystem, unsere Identitätsentwicklung, unsere Beziehungen und unser Selbstempfinden unbewusst prägen können. Gleichzeitig lädt er dich dazu ein, besser zu verstehen, warum viele Menschen unter People-Pleasing, chronischer Erschöpfung oder einem Gefühl innerer Leere leiden, selbst wenn sie nach außen hin stabil und gut funktionierend wirken.
Wie Parentifizierung in der Kindheit entsteht
Parentifizierung entsteht, wenn ein Kind bewusst oder unbewusst Aufgaben und Verantwortungen übernimmt, die eigentlich den Eltern zustehen. Diese Dynamik kann viele unterschiedliche Formen annehmen und bleibt von außen oft unbemerkt. Entscheidend ist dabei nicht die konkrete Tätigkeit, sondern die innere Verschiebung der Verantwortung. Das Kind richtet sich zunehmend nach den Bedürfnissen, der emotionalen Stabilität oder dem Wohlbefinden anderer aus, anstatt selbst in seiner Entwicklung unterstützt und geschützt zu werden (DiMarzio et al., 2021).
Parentifizierung zeigt sich vor allem auf die folgenden zwei Weisen:
Emotionale Parentifizierung liegt vor, wenn ein Kind für die emotionalen Bedürfnisse eines Elternteils zuständig wird. Das Kind übernimmt dann beipielsweise die Rolle des Zuhörers, tröstet, vermittelt in familären Konflikten, oder muss die Emotionen der Eltern regulieren. In manchen Fällen nutzen Mütter ihr Kind sogar unbewusst, um sich geliebt, gesehen, gebraucht oder emotional besänftigt zu fühlen (Broughton, 2021). Häufig stehen dahinter eigene unverarbeitete Traumata, Gefühle von Einsamkeit, emotionale Unreife oder depressive Belastungen.
Praktische Parentifizierung zeigt sich, wenn ein Kind aus seiner Entwicklungsperspektive unangemessene Aufgaben übernehmen muss, meist aus der Notwendigkeit heraus. Dazu gehören das Organisieren des Haushalts und des Alltags, die praktische Versorgung eines Elternteils oder die Verantwortung für jüngere Geschwister als primäre Bezugsperson (Dariotis et al., 2023). Typische Ursachen sind oft emotional unstabile Eltern, Sucht und Abhängigkeiten, Depression, chronische Überforderung oder die emotionale oder physische Abwesenheit eines Elternteils.
Viele Kinder erleben solche Dynamiken in unterschiedlichem Ausmaß, auch in Familiensystemen, die nach außen hin stabil, organisiert und funktionstüchtig wirken.
Trauma als Folge
Wenn die oben beschriebenen Dynamiken von Parentifizierung wiederholt auftreten oder gar Teil des kindlichen Alltags werden, kann dies zu tiefgreifendem Trauma führen und die emotionale sowie psychische Entwicklung des Kindes erheblich beeinflussen. Kinder lernen früh, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu unterdrücken (Boumans & Dorant, 2018) und entwickeln eine besonders feine Wahrnehmung für ihre Umgebung, um sich auf die Gefühle und das Verhalten anderen einzustellen. Viele würden argumentieren, dass dies eine frühe Selbstständigkeit, Reife, Resilienz und Kompetenz fördert, ohne dabei jedoch die tiefgreifenden Auswirkungen auf die emotionale und psychische Entwicklung eines Kindes zu erkennen.
Das Kind verliert die Erfahrung, tatsächlich Kind sein zu können und liebevoll versorgt zu werden, und Sicherheit und eine gesunde Bindung zu erleben. Stattdessen lernt es, dass Verbindung davon abhängt, für die Eltern emotional verfügbar, aufmerksam und ansprechbar zu sein. Das Nervensystem lernt so, dass Nähe und Zugehörigkeit mit Verantwortung und Verpflichtung verknüpft sind. Die Folge ist, dass der Körper oft in einem Zustand chronischer Aktivierung bleibt, etwa in Form von starker Wachsamkeit (Hypervigilanz), Überfunktionieren, ständigem Beobachten wie die Stimmung der Eltern ist, Ängstlichkeit und der Suche nach potenziellen Gefahren (hyperarousal). Wird die Belastung zu groß für das Kind, kann das System in einen Zustand der Überforderung oder des Shutdowns wechseln, etwa durch das Unterdrücken und Betäuben von Gefühlen, Depression oder Dissoziation (hypoarousal).
Aus Sicht der IoPT (Identitätsorientierte Psychotraumatheorie) hat Trauma einen direkten Einfluss auf die Entwicklung unseres Selbst und unserer Identität, und damit auf die zentrale Frage „Wer bin ich?“. Trauma fragmentiert unsere Psyche in unterschiedliche innere Anteile: das Trauma-Ich, das Überlebens-Ich und das gesunde Ich. Das Trauma-Ich, das sich als inneres Kind beschreiben lässt, trägt unsere unterdrückten Gefühle und unerfüllten Bedürfnisse in sich, während das Überlebens-Ich Strategien entwickelt, um mit dem Trauma umzugehen (Ruppert, 2019).
Im Fall von Parentifizierung organisiert sich die kindliche Psyche rund um notwendige Überlebensrollen, die das Funktionieren der Familie, die Fürsorge und die emotionale Regulation anderer sichern sollen, während die eigenen Bedürfnisse unterdrückt werden müssen. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich nach außen, begleitet von der (oft unbewussten) Frage: „Wer muss ich sein, damit zu Hause alles stabil bleibt?“ Dies kann die Entwicklung eines gesunden Ich erheblich stören und später zu Identitätsverwirrung, Selbstzweifeln und einem Gefühl innerer Leere führen (Schorr & Goldner, 2023).
Auswirkungen im Erwachsenenalter und langfristige Folgen
Viele Menschen, die in ihrer Kindheit Traumata durch Parentifizierung erlebt haben, funktionieren teilweise noch über Jahre hinweg gut im Erwachsenenleben. Erst wenn das Nervensystem die ständige Anspannung und das Unterdrücken von Gefühlen nicht mehr (er)tragen kann, zeigen sich Symptome, die unser psychisches und körperliches Wohlbefinden oft deutlich beeinträchtigen.
Aus somatischer Sicht gehört zu den bedeutsamsten langfristigen Folgen der Verlust der eigenen körperlichen Orientierung. Wenn wir Trauma im Zusammenhang mit Parentifizierung erlebt haben, leiden wir häufig unter einer tiefen Entfremdung und Trennung zu unserem Körper und den eigenen inneren Empfindungen. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich stark nach außen, auf die Bedürfnisse, Stimmungen und Erwartungen anderer, und nicht auf die Signale des eigenen Körpers. Hunger, Müdigkeit, Anspannung, Schmerz oder emotionale Empfindungen werden oft übergangen oder erst wahrgenommen, wenn sie sehr stark sind. Unsere eigenen Grenzen zu spüren und aufrechtzuhalten fällt uns schwer. Diese körperliche Entfremdung spiegelt die frühe Prägung unser Psyche und unseres Nervensystems wider: um den für uns lebensnotwendigen Kontakt zu unserer Umwelt zu sichern, mussten wir die Verbindung zu uns selbst zu großen Teilen aufgeben.
Typische Beispiele für die somatischen Auswirkungen sind:
Trotz Erschöpfung oder Krankheit zu funktionieren, ohne zu merken, wie energielos und entkräftet man ist
Hunger, Ruhe oder emotionale Bedürfnisse erst erkennen, wenn der Körper einen zum Anhalten zwingt
Getrennt sein von Empfindungen wie Freude, Entspannung oder sich nicht geerdet fühlen
Schwierigkeiten haben um Grenzen zu setzen, selbst wenn der Körper Überforderung signalisiert
Schuld- oder Angstgefühle empfinden beim Ausruhen, Pausen machen oder Priorisieren eigener Bedürfnisse
Auch auf zwischenmenschlicher Ebene setzen sich diese Muster fort, häufig subtil und unbewusst, und oft sogar innerhalb des eigenen Familiensystems. Viele Erwachsene bleiben emotional, praktisch oder psychisch verantwortlich für ihre Eltern, selbst im Erwachsenenalter. Wir übernehmen weiterhin die emotionale Regulation, versuchen Lösungen für ihre Probleme zu finden, treffen Entscheidungen für sie oder geben ihnen Stabilität, auch wenn dies hohe persönliche Kosten mit sich bringt. Der Kontakt zu unseren Eltern kann alte Überlebensmuster automatisch aktivieren und das Nervensystem in einem Zustand von Wachsamkeit und Verpflichtung halten. Gleichzeitig neigen viele Menschen dazu, in anderen Beziehungen zu überfunktionieren, etwa indem wir es anderen immer recht machen oder uns zu Partnern, Freunden oder Arbeitsumgebungen hingezogen fühlen, in denen viel Fürsorge und Überengagement gefragt sind.
Typische Beispiele von Auswirkungen auf Beziehungen sind:
Verantwortung für das emotionale Wohlbefinden oder die psychische Gesundheit der Eltern empfinden
Versuchen, die eignen Eltern vor ihrem Leiden oder den Konsequenzen ihres Handelns zu beschützen
Vorrangig als Stütze für die Eltern funktionen zu müssen, auch wenn es erschöpfend oder zu viel ist
Intensive Schuldgefühle zu haben, wenn man Grenzen setzt oder den Kontakt reduziert
Partner wählen, die fortlaufend Fürsorge, Halt oder emotionale Unterstützung benötigen
Keine oder kaum Hilfe oder Unterstützung von anderen annehmen zu können
Nähe und Beziehungen komplett vermeiden, weil sie eher ein Gefühl der Verpflichtung oder Belastung anstatt von Sicherheit und Geborgenheit aktivieren
Emotionale und psychische Langzeitfolgen können sich beispielsweise als innere Gefühle wie Leere, Unruhe oder Orientierungslosigkeit zeigen, und die Frage „Wer bin ich, jenseits von meinen Rollen und Verpflichtungen?“ fällt uns schwer zu beantworten. Freude, Spiel und Spontanität können fremd oder beängstigend wirken. Häufig erleben wir auch eine Entfremdung von unseren eigenen Wünschen und Bedürfnissen, und es kann uns schwer fallen eigene Entscheidungen zu treffen ohne uns mit anderen zu vergleichen.
Beispiele für emotionale und psychische Folgen sind:
Schwierigkeiten, einfache Fragen wie „Was will ich?“ oder „Was fühlt sich für mich richtig an?“ zu beantworten
Sich nur dann wertvoll zu fühlen, wenn man gebraucht wird oder sich nützlich fühlt
Chronische Selbstzweifel und eine starke Abhängigkeit von der Bestätigung von anderen
Gefühle wie Wut, Trauer oder Schmerz werden als bedrohlich oder unangemessen empfunden und vermieden oder unterdrückt
Physisch zeigt sich oft, dass der Körper früher oder später das signalisiert, was lange in uns unterdrückt wurde. Chronischer Stress, Erschöpfung, Burnout, Schmerzen, Verdauungsprobleme, Autoimmunreaktionen oder unerklärliche Symptome sind häufig die Folge von frühem Trauma. Sowohl die Traumaforschung als auch die somatische Psychologie machen deutlich, dass unser Körper und Nervensystem nur eine begrenzte Zeit in der Lage sind, traumatische Belastungen zu kompensieren (Maté, 2003; Ruppert et al., 2018). Zeigen sich dann Symptome im Erwachsenenalter, werden sie leider oft als plötzlicher Zusammenbruch oder eine Fehlfunktion des Körpers interpretiert. Tatsächlich jedoch spiegeln sie ein System wider, das über Jahrzehnte Gefühle und Bedürfnisse unterdrückt hat und im Überlebensmodus existiert, ohne ausreichende Unterstützung, Ruhe oder Regulationsmöglichkeiten.
Typische körperliche Symptome sind zum Beispiel:
Müdigkeit, Erschöpfung oder Burnout, die sich durch Ruhe nicht lösen lassen
Chronische Verspannungen, Kopfschmerzen, Schmerzen im Kiefer oder in den Gelenken
Verdauungsprobleme oder Autoimmunkrankheiten
Hohe Sensibilität gegenüber Stress, Geräuschen oder emotionalen Anforderungen
Sich vom eigenen Körper getrennt fühlen, Dissoziation, sich taub fühlen
Eine ganzheitliche und trauma-informierte Perspektive kann uns helfen, unsere heutigen Beschwerden und Probleme in einem kontreten Zusammenhang zu verstehen, die Ursache und Konsequenz deutlich sichtbar werden lässt. Dieses Verständnis kann uns dabei unterstützen, uns selbst mit mehr Mitgefühl und Verständnis zu begegnen und gibt uns die Möglichkeit behutsam unsere innere Welt zu erkunden und unsere inneren Anteile zu heilen.
Den Kreislauf durchbrechen und Trauma heilen
Heilung von Kindheitstrauma beginnt damit, die eigenen Symptome, Herausforderungen und wiederkehrenden Muster als das zu erkennen, was sie sind: wichtige Signale von unserem Körper und Psyche. Erschöpfung, Angst, emotionale Überforderung oder immer wiederkehrende Probleme in Beziehungen sind häufig Ausdruck unseres Nervensystems, das uns darauf hinweist, dass alte Verletzungen und innere Kindanteile nach unser Aufmerksamkeit suchen.
Aus trauma-informierter Perspektive und Sicht der IoPT bedeutet Heilung, den Blick nach innen zu wenden und unsere inneren psychischen Anteile und Dynamiken behutsam zu erforschen, die sich aufgrund früher Bindungsmuster und Kindheitstraumata gebildet haben. Dazu gehört, wieder in den Kontakt mit unseren inneren Anteilen zu kommen und die Bedürfnisse wahrzunehmen, die damals unerfüllt geblieben sind. Wenn diese Anteile in einem sicheren, trauma-sensiblen Rahmen gesehen, gefühlt und ausgedrückt werden, können auch unterdrückte Gefühle wie Trauer, Wut, Schmerz oder Einsamkeit langsam in unser Bewusstsein kommen und Schritt für Schritt verarbeitet und gelöst werden.
Ein wesentlicher Teil dieses Prozesses ist die Arbeit mit unserem Körper. Trauma hinterlässt Spuren im Körper und in der Psyche, und unser Nervensystem passt sich diesen Erfahrungen an. Heilung bedeutet daher auch, die Verbindung zu unseren eigenen Körpersignalen langsam wieder wahrzunehmen und die Regulation unseres Nervensystems zu unterstützen. Dazu gehört, Gefühle bewusster wahrzunehmen, Aktivierungs- und Shutdown-Reaktionen zu erkennen, Trigger zu verstehen und zu lernen, wie wir dem Körper Ruhe, Sicherheit und Integration ermöglichen können. Wenn die innere Spannung und Überlebensenergie nach und nach langsam gelöst werden, findet unser Körper allmählich zurück zu mehr Regulation und in ein inneres Gleichgewicht.
Heilung bedeutet auch die Stärkung unseres gesunden erwachsenen Ichs. Dieser Anteil unserer Psyche ist im Hier und Jetzt verankert, kann klare und gesunde Grenzen ohne Schuldgefühle setzen und ist mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen verbunden (Ruppert, 2019). Aus unserem gesunden Ich heraus wird es möglich, unseren inneren Kindanteilen mit Achtsamkeit, Mitgefühl und Stabilität zu begegnen, ohne uns dabei selbst zu verlieren oder sich zu verschließen. So kann langsam ein inneres Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit zu uns selbst wachsen.
Das Durchbrechen alter Traumamuster zeigt sich schließlich auch darin, wie wir die gewonnenen Erkenntnisse Schritt für Schritt in unseren Alltag integrieren. Heilung entsteht hier als gelebte Erfahrung und kann sich beispielsweise darin zeigen, wenn wir unser Tempo verlangsamen und mehr Raum für Pausen und Regulation schaffen, ungesunde Beziehungsmuster erkennen und hinterfragen, unsere körperliche Grenzen ernster nehmen, gesunde Grenzen setzen oder uns Unterstützung holen und diese auch annehmen, wenn wir sie brauchen. Mit der Zeit entstehen so neue innere und äußere Strukturen, die nicht mehr vom reinen Überleben geprägt sind, sondern von Achtsamkeit, Verbundenheit und einem wachsenden Vertrauen in uns selbst. 💛
✏️ Fragen zur Reflexion
Auf welche Weise habe ich früh gelernt, die Bedürfnisse und Gefühle anderer über meine eigenen zu stellen?
In welchen Beziehungen und Situationen erlebe ich ein Gefühl von Pflicht, Schuld oder Verantwortung, mich kümmern oder „funktionieren“ zu müssen?
Übernehme ich auch heute noch emotionale oder praktische Verantwortung für meine Eltern oder andere Familienmitglieder? In welchen Momenten oder Situationen wird dies besonders aktiviert?
Welche inneren oder äußeren Ressourcen helfen mir dabei, mich regulierter, gehalten und mit mir selbst verbunden zu fühlen?
Wenn dich dieser Artikel mit dir resoniert hat, freue ich mich sehr, von deinen Gedanken oder Reflexionen zu lesen. Teile sie gern unten in den Kommentaren.
Wenn du dir auf deinem Weg zu mehr Selbstverbindung und Heilung Begleitung wünschst, biete ich traumasensible Sitzungen online sowie in Oslo an. 💙
Danke, dass du hier bist.
Julia
Literaturverzeichnis
Boumans, N. P. G., & Dorant, E. (2018). A cross-sectional study on experiences of young adult carers compared to young adult noncarers: Parentification, coping and resilience. Scandinavian Journal of Caring Sciences, 32(4), 1409–1417.
Broughton, V. (2021). Trauma and identity. Green Pharmacy Balloon Publishing.
Dariotis, J. K., Chen, F. R., Park, Y. R., Nowak, M. K., French, K. M., & Codamon, A. M. (2023). Parentification vulnerability, reactivity, resilience, and thriving: A mixed methods systematic literature review. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(13), 6197.
DiMarzio, K., Parent, J., Forehand, R., Champion Thigpen, J., Acosta, J., Dale, C., & Compas, B. (2021). Parent-child role confusion: Exploring the role of family processes in the context of parental depression. Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology, 51(6), 982–996.
Maté, G. (2003). When the body says no: Understanding the stress-disease connection. J. Wiley.
Ruppert, F., Banzhaf, H., & Broughton, V. (Eds.). (2018). My body, my trauma, my I: Constellating our intentions – exiting our traumabiography. Green Balloon Publishing.
Ruppert, F. (2019). Who am I in a traumatised and traumatising society? Green Pharmacy Balloon Publishing.
Schorr, S., & Goldner, L. (2023). “Like stepping on glass”: A theoretical model to understand the emotional experience of childhood parentification. Family Relations, 72(5), 3029–3048.